Träge und zerfahren: SVS verliert Derby in Großefehn

Träge und zerfahren: SVS verliert Derby in Großefehn

Es gibt Tage, an denen wenig zusammenläuft. Und einen solchen Tag erwischte unser Herrenteam gestern offenbar. Kaum ein Spieler konnte an die Leistung in der Vorwoche anknüpfen. Der SV Großefehn musste wenig dazu beitragen, dass das Spetzer Spiel nicht rund lief. Stattdessen musste die Dritte unserer Nachbarn nur auf Fehler warten, die zuhauf gemacht wurden. Angefangen hatte das Spiel dabei vielversprechend: Der SVS kam kurz nach dem Anpfiff schon zu einer aussichtsreichen Möglichkeit, doch Sven Saathoffs Abschluss landete nicht im Netz. Aber dann kam nicht mehr viel. Spetz wirkte müde und unkonzentriert, was sich vor allem darin zeigte, dass viele Pässe, ganz gleich ob unbedrängt oder nur über wenige Meter, nicht ankamen, unsere Spieler aber auch nicht schnell schalteten und kaum Anspielstationen boten. Zum zerfahrenen Spielaufbau gesellten sich immer wieder missglückte Klärungsaktionen, die die Gastgeber stark machten. In der 17. Minute erzielte Hilmar de Wall vom Punkt den sich zuvor anbahnenden Führungstreffer des SVG. Vorausgegangen war ein Foulspiel von Marco Alberts, der Heinz Schoon, der clever kreuzte, in die Hacken lief. Sechs Minuten vor dem Pausenpfiff erzielte Michael Thiergarten das nicht unverdiente 2:0. Es war eine Halbzeit zum Vergessen. Nach dem Seitenwechsel
war Spetz bemüht, Chancen herauszuspielen. Das sah oft aber eher unglücklich und unbeholfen aus, sodass die Großefehntjer Verteidigung wenig Mühe hatte, die Angriffe zu unterbinden. Wirklich gefährlich wurde es nur zweimal nach Ecken. Timo Duis verfehlte das Tor mit seinen Kopfbällen beide Male knapp. Der SVG konterte mehrfach stark, verpasste aber die Vorentscheidung. In den Schlussminuten setzte Spetz sich nochmals vorne fest, aber ohne Ertrag. Eine leistungsgerechte Niederlage.
Spetz spielt erst nächste Woche wieder.

Tore: 1:0 H. de Wall (Foulelfmeter, 17.), 2:0 Thiergarten (39.)

SVS: Bogdanski, Badewien (46. Heye), Lienemann (38. Kuhlmann), Serwe, Wiche, Saathoff, J. de Wall, Alberts, Duis, A. Backer, Oltmanns (68. H. Backer)

Neuzugänge Nr. 8 und Nr. 9

Ein weiteres bekanntes und ein neues Gesicht: André Lienemann kehrte an den Ülkeweg zurück, Jesko Heye ist seit dieser Saison neu beim SVS. André war bis 2018 Teil der Spetzer 1. Herren, verließ dann jedoch den Verein und war zuletzt bei Eintracht Ihlow aktiv. Jesko hingegen ist einer der wenigen Neuzugänge, die noch keine Spetzer Vergangenheit haben. Er kam vom SV Hinrichsfehn. Beide sind schon jetzt ins Spiel integriert und bringen neben ihren Fähigkeiten am Ball auch kämpferische und gute Stimmung mit ins Team. Das stellten sie auch schon unter Beweis.

Neuzugang Nr. 7

Neuzugang Nr. 7

…ist eigentlich einer der ersten Neuzugänge für diese Saison gewesen und zeigte in seinen bisherigen Einsätzen gleich auch, was er am besten kann: Tore schießen. Sven Saathoff traf bei seinen vier Einsätzen schon fünfmal und belebt die Offensive wie das SVS-Spiel überhaupt auch sonst. Sven hat eine lange Spetzer Vergangenheit, die 2018 vorerst endete. Nach vier Jahren beim TSV Holtrop, mit dem er in die Ostfrieslandklasse A aufstieg, kehrte er diesen Sommer an den Ülkeweg zurück und fügte sich umgehend wieder gut ein. Beim jüngsten Erfolg über GW Firrel II erzielte Sven zwei Treffer und ackerte noch in der 90. Minute, als hätte der Sieg noch nicht festgestanden.

So kann es gerne weitergehen!

Überlegene Spetzer schlagen effiziente Firreler

Überlegene Spetzer schlagen effiziente Firreler

Da sind die nächsten drei Punkte für den SVS: Durch einen äußerst engagierten Auftritt bestimmte unser Team die Partie am Freitagabend von der ersten bis zur 90. Minute und schlug GW Firrel hochverdient mit 4:1. Weder vom Dauerregen, der den Untergrund rutschig machte, noch vom zwischenzeitlichen Ausgleich der Gäste, der aus dem Nichts fiel, ließ sich Spetz beeindrucken. Der Führungstreffer lag schon kurz nach Anpfiff in der Luft, wurde aber erst in der 21. Spielminute erzielt. Andre Lienemann setzte sich auf der rechten Seite durch, zog in den Strafraum und einfach mal auf’s Tor ab. Der Ball schlug im langen Eck ein. Der SVS war auch im Anschluss am Drücker und verpasste mehrfach, das Ergebnis noch im ersten Durchgang in die Höhe zu schrauben und das Spiel zu entscheiden. Den Firrelern gelang mit ihrer ersten und besten Torchance kurz nach dem Rückstand der Ausgleich. Firrel wurde nur noch einmal mit einem Standard gefährlich und schaffte es sonst nicht, gegen den Spetzer Defensivverbund um Timo Duis, Fabian Wiche und Marco Alberts Lösungen zu finden. Alle drei mieden keinen Zweikampf und sorgten dafür, dass Keeper Jannik Bogdanski wenig zu tun hatte. Aber auch der Rest der Mannschaft investierte viel und setzte die gegnerische Elf beinahe unerschöpflich unter Druck. Im zweiten Durchgang spiegelte sich die Überlegenheit dann auch im Ergebnis wieder: Sven Saathoff traf doppelt, Jasper de Wall erzielte das zwischenzeitliche 3:1. Die Gäste kamen mit vier Treffern noch gut weg.

Tore: 1:0 Lienemann (21.), 1:1 Lücke (28.), 2:1 Saathoff (58.), 3:1 J. de Wall (76.), 4:1 Saathoff (81.)

SVS: Bogdanski, Kuhlmann, Heye (Gronewold, 60.), Serwe, Wiche, Saathoff, J. de Wall, Alberts, Duis, A. Backer, Lienemann (H. Backer, 79.)